13 reasons why

Warum nicht auch mal ein Jugendbuch lesen?

In 13 reasons why beschreibt Jay Asher ziemlich glaubwürdig, wie verschiedene, nicht zusammenhängende Ereignisse eine junge Frau in den Selbstmord treiben können. Die Geschichte ist spannend inszeniert und man kann richtig mitfühlen, wie das arme Mädchen Schritt für Schritt abgleitet. Ebenso spannend und ergreifend ist die Geschichte des Jungen, der ebenso Hauptperson der Geschichte ist. Ich finde sehr lesenswert.

Flatula der Beziehungskiller

Heute kommt mal ein Reim von der flacheren Sorte…

gewiss hat jeder schon einmal
in seinem Leben Wind gestreut

vielleicht hat dann auch jedesmal
er schnell sein Missgechick bereut

so lang das ohne Dritte geht
ist’s schnell vergessen und verweht

wenns aber andere betrifft
wird’s bald zum formidablen Gift

es ist ein scheinbar kleines Ding
mit Potential zum Ehekrach

legt man denn Wert auf seinen Ring
sollte man lassen diese Sach

 

w.j.u.h

La esperanza

verloren vergessen wie Treibgut angespühlt
versunken am Tresen Gedanken aufgewühlt

aus blühendem Leben heraus katapultiert
durch stetiges Nagen das Hirn massakriert

so darf es nicht enden so soll es nicht sein
des Lebens Kern ist noch so klein

treibt weiter zum Licht
irgendwo muss es sein

w.j.u.h.

Cape Cod by Andrea Cox

Heute möchte ich mal ein kleines Gedicht zitieren, das mich seit meiner Schulzeit begleitet hat. Ich hoffe Andrea hat nichts dagegen, ich konnte sie nicht ausfindig machen um sie zu fragen.

Cape Cod

sunwarmed sand between my toes
saltwinds and roaring icy waves
I hear the dry scratch of long grasses
and a red kite snapping overhead

Andrea Cox

Die Himmelskönigin

Oh wie schön schaust du hernieder
großer weißer voller Mond
Steckst mir ziemlich in den Gliedern
Grad den Schlaf hast du betont

Ziehe weiter deine Kreise
Nehme ab und wieder zu
Gleite stehts und immer leise
Und bestimme Wach und Ruh

Wenn durch Venus hellen Schimmer
Du ziehst heimlich deine Bahn
Schickst du einen feinen Glimmer
Deinem treuen Untertan

Des Marses Röte sollst du meiden
Denn der Mars ist gut für sich
Und den heilgen Zank ihm leiden
Dass er einhält ewiglich

All die anderen Planeten
Sind allein auf sich gestellt
Senden schwach Ihr Licht zu Jedem
Der zu Ihnen Ausschau hält

w.j.u.h.

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Abwechslung

Nichts ist so wichtig in der Erziehung wie Routine. Sie gibt den Kindern Halt, Vertrauen und Sicherheit.
Aber auch sonst im Leben hilft uns die Routine im Fahrwasser des Lebens nicht die Fahrrinne zu verlassen.

Aber was kostet uns das Ganze?

Wenn wir uns einmal mit dem gemeinen Huhn vergleichen, haben wir einen wesentlichen Vorteil: Unser Auge ist so genial konstruiert, dass wir in der Lage sind ein Objekt dauerhaft zu betrachten, ohne unseren Kopf dabei zu bewegen. Wenn ein Huhn das Gleiche tun will, wird es schon nach einem kurzen Augenblick nichts mehr sehen.

Das liegt daran, dass unsere Netzhaut ständig schwingt und so die Lichtrezeptoren immer wieder neu anregt. Bei einem Huhn ist das einfacher gestrickt, da bewegt sich nichts, also ist die arme Kreatur dazu verdammt, permanent mit dem Kopf hin und her zu zucken, wenn es etwas sehen will.

Aber was uns mit unseren Augen gelingt kommt uns oft im Leben abhanden.

Mir kommen da viele Liedertexte in den Sinn, die die Abnutzungserscheinungen beschreiben, hier nur zwei Beispiele:

“When the routine bites hard,
And ambitions are low
And the resentment rides high
But emotions wont grow” (Ian Curtis)

oder

“It’s a still-life watercolor
Of a now-late afternoon
As the sun shines through the curtain lace
And shadows wash the room
And we sit and drink our coffee
Couched in our indifference
Like shells upon the shore
You can hear the ocean roar
In the dangling conversation
And the superficial sighs
The borders of our lives” (unglaublich starke Worte von Simon and Garfunkel)

Wo ist also die Grenze zwischen der wohligen Geborgenheit und dem Sprung vom Fensterbrett?

Das ist sicher nicht einfach und für jeden vermutlich auch etwas anders.

Ich halte es im Moment so, dass ich einen routinierten Tagesablauf habe vom Aufstehen, arbeiten bis zur Abendgestaltung. Trotzdem versuche ich aber Variation in mein Leben zu bringen. Das fängt schon bei ganz kleinen Dingen an.

Meine täglichen Aktivitäten probiere ich immer wieder anders durchzuführen, z.B. erst Jacke aus, dann Computer an, oder umgekehrt, ich variiere meine Laufwege immer wieder und es ist erstaunlich, wie viele Möglichkeiten es da gibt. Fast alle Routinetätigkeiten lassen sich in unendlich vielen Variationen gestalten. Da sehe ich dann auch plötzlich neue Dinge. Ich laufe nicht mehr depressiv mit hängendem Kopf durch die Welt, sondern schau erhobenen Hauptes die schönen und nicht so schönen Dinge in der Umgebung an. Dabei stelle ich fest, dass es oft die nicht so schönen Dinge sind, die faszinieren.

Außerdem mache ich Musik und das ist für mich die beste Möglichkeit Gefühle herauszulassen und aufzutanken.

Ja, laufen tut mir auch gut und selbstredend laufe ich da immer die gleiche Strecke, sogar mit der immer gleichen Musik im Ohr (Ausnahmen müssen sein).

Nicht zu vergessen sind natürlich auch die äußeren Umstände, die helfen, z.B. die Jahreszeiten.

All das habe ich versucht in meinem kurzen Statement „Emotionale Fluchten“ auszudrücken.